Werden Leser von Covern und Klappentexten abgeschreckt?

15 August 2017



Immer, wenn ich zu meiner Arbeit gehe, komme ich an dem Regal mit den Jugendbüchern und Dystopien vorbei. Dabei stellt sich mir immer wieder folgende Frage:

Verpasse ich eine gute Geschichte, weil mir Cover und/oder Klappentext nicht gefallen?

Ich bin keine reine Coverkäuferin, aber es entscheidet zumindest, ob ich das Buch in die Hand nehme. Ausschlaggebend ist dann der Klappentext. Und hier kommen wir auch schon zu meinem persönlichem Problem.
Für mich klingen die meisten Texte nach (reinen) Liebesromanen.
Ich habe nichts dagegen, wenn eine Liebesbeziehung teil einer Geschichte ist, solange sie nur im Hintergrund spielt.

Doch nicht nur die Klappentexte lesen sich meistens wie eine Beschreibung für den neuen Liebesroman, sonder auch Cover. Auf vielen ist eine Person, meistens eine Frau, abgebildet, was für mich persönlich ebenfalls auf dieses Genre schließen lässt. Oder es zumindest Inhalte zeigt.

Und da stellt sich mir die Frage, ob ich nicht vielleicht gute Geschichten verpasse.
Geschichten in denen Liebe keine große Rolle spielt.
Bücher wo der Klappentext absolut nichts zur Geschichte aussagt.

Viele Verlage gehen sicher hin und designen die Cover so, wie es der Mehrheit gefällt, aber werden dadurch nicht andere Leser abgeschreckt, denen es genau so gefallen hätte.
Und warum lässt man nicht einfach die originalen Cover?
Leider kenn ich mich mit dem Buchdesign nicht so aus, weswegen es toll wäre, wenn man mich da mal aufklärt.

Wie seht ihr dieses Thema?
Kennt ihr vielleicht sogar Bücher, auf die so etwas zutrifft?
Wo der Klappentext nicht mit der Story im Buch übereinstimmt?





Kommentare:

  1. Hi Lilly!

    Eine wirklich gute Frage!
    Ich denke, dass ich tatsächlich einiges verpasse, denn ich bin ein Cover Fetischist xD

    Klappentexte sind dann eher nebensächlich, wenn Genre und Cover stimmt, außer es klingt wirklich total doof. Ich lese aber meistens noch in die ersten Seiten rein, wegen dem Schreibstil.

    Aber andererseits gibt es so unendlich viele Bücher und irgendwie muss man ja seine Wahl treffen.

    Da helfen mir aber auch die anderen Blogs oder Rezensionen, da hab ich schon einige tolle Geschichten entdecken können, die ich durch das Cover niemals gekauft hätte :)

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. Huhu Aleshanee,
      das mit den Genre ist auch meist so die Sache... ich hatte schon einige Bücher in denen selbst das Genre nicht stimmte. Oder ich es zumindest so empfand.

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    2. Guten Morgen Lilly!

      Ich hab deinen Beitrag in meiner heutigen Stöberrunde verlinkt:
      http://blog4aleshanee.blogspot.de/2017/09/stoeberrunde-19.html

      Ich wünsch dir einen schönen Freitag :)

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  2. Nach dem Cover eines Buches richte ich mich nicht unbedingt, aber ich finde, dass der Klappentext oft mehr verspricht als das Buch dann letztendlich hergibt. Früher war der Bücherkauf dann schon hin und wieder ein Griff ins Klo.
    Seit einigen Jahren lese ich aber eigentlich nur noch ebooks. Hier kann man sich erstmal eine kostenlose Leseprobe runterladen und kann so dann ziemlich gut einschätzen, ob einem die Story und der Schreibstil zusagt, bevor man sich dann zum Kauf entscheidet.
    LG, Varis

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    1. Kostenlose Leseproben gibts aber auch von anderen Büchern ;)

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  3. Hi Lilly,

    ich nehme ein Buch nur in die Hand, wenn mich das Cover anspricht. Irgendwo muss man schließlich anfangen und das Cover ist das erste, was man sieht. Diese romantisierten Cover fallen da auch bei mir gleich durch das Sieb. Wenn dann im Klappentext schon wieder steht "Mädchen X trifft den heißen, aber irgendwie arroganten Boy Y", bin ich auch sofort raus. Mir sind schon 1-2 Bücher empfohlen worden, die ich wegen solcher Cover und Klappentexte sofort abgehakt habe und die inhaltlich eigentlich einen völlig anderen Schwerpunkt hatten. Ohne die Empfehlung hätte ich diese Bücher aber niemals angesehen. Genauso schlimm ist es mit Buchtiteln. Eine meiner Lieblingsreihen stammt von Gail Carriger und startet mit dem Roman "Soulless". Bei uns wurde dieser Titel mit der unsäglichen Übersetzung "Glühende Dunkelheit", gefolgt von "Entflammte Nacht", "Brennende Finsternis"... blablubb. Zusammen mit dem Cover schreit das förmlich nach Schmonzette, dabei sind die Bücher alles andere als das. Ich halte das für eine falsche Vermarktung. Die Erwartungshaltung der Käufer wird enttäuscht und die passende Zielgruppe wegen der Aufmachung nicht angesprochen. Da verstehe ich die Verlage einfach nicht.

    Bei den Originalcovern dürften es zwei Dinge sein, die zu Abweichungen führen in der Übersetzung (da kann ich jetzt ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern). Das Originalcover wird von den Designern immer mit bestimmten Nutzungsrechten verkauft. Meistens beschränkt sich das auf das jeweilige Erscheinungsland. Will man ein englisches Cover nun in Deutschland verwenden, muss der deutsche Verlag eigene Rechte daran erwerben und das ist in manchen Fällen zu teuer.
    Dann gibt es auch noch diese Vorstellung, dass Käufer ein bestimmtes Schema schneller kaufen als ein anderes. Das führt zu diesen ewig gleich wirkenden generischen Buchcovern. Denn hat sich eine Aufmachung bewährt oder zufällig einen Bestseller geziert, dann wollen alle auf den Erfolg aufspringen und machen was ähnliches. Es suggeriert einem "dieses Buch ist so ähnlich wie das großartige xyz". Das könnte man jetzt noch ein bisschen vertiefen, aber im Wesentlichen ist es das eigentlich. ;-)

    Liebe Grüße
    Sam

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    1. Huhu Sam,
      ja das mit den Titeln ist auch so eine Sache... die führen auch manchmal ziemlich in die Irre. Werde mir die Bücher auch mal ansehen, denn so wie du mag ich es ja auch nicht, wenn es Romanzen gibt.

      Das mit den Covern leuchtet ein, daran habe ich gar nicht gedacht. Ich finde es trotzdem ziemlich blöd, dass die meisten so in die Irre führen können.

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  4. Hallo^^


    Bei Covers ist es wie mit Buchtiteln: Wenn sie für ihr Genre wie 08/15 klingen, dann schreckt es mich schon ziemlich ab. Als Beispiel wäre das bei nem Thriller ein Buch, das "Blutrotes Verlangen" heißt und darauf ist ein Messer abgebildet. Wow, klingt ja mal gar nicht wie die anderen drei Thriller, die daneben liegen. Solche Bücher nehme ich eher weniger in die Hand.

    Beim Rückentext kommt es darauf an. Wenn es wie 08/15 klingt, damit habe ich mittlerweile weniger Probleme. Viel mehr stört es mich, wenn der Rückentext etwas verspricht, was das Buch dann nicht hält. Einmal hatte ich einen Thriller in der Hand, dessen Rückentext mir Spannung versprochen hat. Das Buch selbst war von vorne bis hinten lahm. Wenn ich dem Rückentext also nicht wirklich vertraue, dann landet das Buch wieder schnell im Regal.

    Es kann sein, dass ich damit was verpasse, aber es gibt so viele Bücher, dass das jetzt nicht so schlimm ist, denke ich^^°

    Lg,
    Kira

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  5. Hallo Lilly,

    interessante Frage. Bei Covern ist es bei mir nicht so, dass ich ein Buch nicht kaufen würde, weil es ein schlechtes Cover hat. Wenn ich allerdings in einer Buchhandlung bin oder auf Amazon gucke, fallen mir Cover die aus der Masse herausstechen natürlich eher auf. Es würde mich nicht wundern, wenn ich einige gute Bücher nicht entdeckt habe, weil sie zu langweilige Cover haben.

    Bei Klappentexten ist es etwas anderes. Ich lese bis auf Liebesromane alle Genres. Ein YA Roman oder ein Fantasybuch, in dem ein bisschen Romance vorkommt ist okay, aber die Romanze darf nicht im Vordergrund der Handlung stehen. Bei YA und auch manchen anderen Genres ist es in letzter Zeit so, dass viele Klaapentexte Sätze wie "als sie auf den mysteriösen X trifft"... enthalten. Wenn ich sowas lese verliere ich mittlerweile schon direkt das Interesse an dem Buch, weil ich davon ausgehe, dass es für meinen Geschmack zu viel Romance enthält.
    Ein gutes Beispiel ist da wohl die Inheritance Trilogie (Die Erbin der Welt, die Gefärtin des Lichts und Die Rivalin der Götter) von N.K. Jemisin, welche ich aktuell lese und rezensiere. Das Cover des ersten Bandes passt überhaupt nicht und der Klappentext suggeriert, dass es sich um ein Romantasybuch handelt, bei dem die Romanze eine wichtige rolle spielt. Beim Lesen stellte ich allerdings fest, dass es zwar eine Romanze gibt, aber diese nur einen kleinen Teil der Handlung einnimmt und ganz andere Sachen im Vordergrund stehen. Ich hätte "Die Erbin der Welt" wohl kaum gekauft, wenn es mir nicht aus vertrauenswürdiger Quelle empfohlen worden wäre. Bei der gesamten Reihe habe ich irgendwie das Gefühl, dass sie vollkommen falsch vermarktet wurde. Ich lese aktuell den dritten Band und so wie ich es nach 150 Seiten beurteilen kann, passen Cover und Klappentext überhaupt nicht zum Roman. Es würde mich nicht wundern wenn die unpassenden Klappentexte einige potentielle Leser_innen abgeschreckt haben.

    Liebe Grüße
    Elisa

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  6. Hey Lilly,
    mir geht es aber genauso. Ich merke, dass ich oft stark von Buchcovern beeinflusst werde. Meist sind sie der Grund, warum ich mir erst einen Klappentext durchlese. Die meisten Klappentexte sind aber mittlerweile wie die Vorlage für alle Bücher, da muss ich dir zustimmen. Oft wird die Liebe in den Vordergrund gebracht, auch wenn es in dem Buch nicht mal hauptsächlich um die geschlechtliche Liebe geht. Das finde ich schade.

    Und ja, ich habe oft Bücher gelesen, deren Klappentext was anderes versprochen haben. Manche, z.b. "Sturz in die Zeit" hat einen quasi nichts aussagenden Klappentext.

    LG Heffa

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  7. Schöner Beitrag. Ich persönlich bevorzuge unter anderen deswegen englische Bücher. Denn die Cover treffen meinen Geschmack viel mehr und die sogenannten Blurbs sind für mich auch wesentlich interessanter formuliert als ihre deutschen Pendanten. Grad deutsche Jugendbücher sehen für mich alle gleich langweilig aus und ihre Inhaltsangaben sind so 08/15, dass ich die nur noch zum Verschenken kaufe, wenn mir das englische Original gut gefallen hat.

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  8. Ja, ich gebs zu, auch bei mir entscheidet das Cover und/oder der Titel mit, ob ich das Buch zumindest mal in die Hand nehme, mir den Klappentext durch oder gar ein paar Seiten anlese. Ich habe auch schon ein Buch im Laden stehen lassen, obwohl ich es eigentlich lesen wollte, weil ich wusste, dass noch eine andere Coverversion existiert, die mir persönlich besser gefallen hat. Aber das sind seltene Ausnahmen.
    Ich sehe es auch nicht so tragisch, dass mir aufgrund von gewissen Vorlieben und meinem Geschmack ein paar (vielleicht) gute Bücher durch die Lappen gehen. Denn es gibt so viel tolles auf dem Buchmarkt, da kann ich gar nicht alles Lesen, was vielleicht gut wäre und was mich interessieren würde. Also treffe ich eine Auswahl. Das ist wie mit der Frage, gehe ich lieber auf die Lofoten in die Ferien, oder sollen es doch die Malediven sein? Irgendetwas verpasst man immer, aber du musst dich halt entscheiden.
    Vielleicht gibt es ja ein nächstes Mal.

    Grüessli, Daniela

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  9. Hallo!

    Ich schaue eher nicht auf Cover. Sicher wird man doch irgendwie vom Cover beeinflusst, weil es ist auch das erste, was man von einem Buch sieht. Aber ich würde jetzt nicht sagen, dass ich ein Buch wegen des Covers nicht kaufe. Bei mir zählt am meisten der Klappentext.

    Ein Beispiel für ein Cover, das gar nicht zum Buch passt, ist Pandora - Wovon träumst du? Das Cover ist toll, hat aber so überhaupt nichts mit der Geschichte zu tun.

    Bei Klappentexten hast du recht. Viele klingen echt nach Liebesromanen. Ich mag es auch lieber, wenn die Liebesgeschichte im Hintergrund bleibt und nicht die ganze Geschichte einnimmt.

    Ich wünsche dir noch viel Spaß beim #litnetzwerk-Wochenende!

    Alles Liebe
    Barbara von Barbaras Paradies

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  10. Ich nutz dafür immer Amazon-Rezensionen. Denn viel zu oft sind mir Klappentexte in die Hände gefallen, die entweder den Hauptplot kaum ankratzen, oder sogar welche, die richtig fehlerhaft sind. Die blanken Unsinn erzählen, weil entweder der Autor die Druckfahnen diesbezüglich nicht noch mal kontrolliert hat, oder er bewusst Leser täuschen wollte.

    Daher schau ich mir immer die schlechtesten Amazon-Rezensionen an. Wenn da nichts als Kritik drinsteht, was ich selbst nicht leiden könnte, schau ich vielleicht noch in eine der ausführlicheren guten Rezensionen und dann entscheide ich.

    Und ja, Cover sind heute sehr oft nach Schema F. Mich stört das auch.

    LG
    Taaya

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  11. Hallo Jasmin,
    auf mich hat der Einband oder das Cover eines Buchs auch immer einen sehr starken Einfluss. Ich mag eher schlichte und ernste Designs. Meist schlage ich ein Buch dann auf und lese eine oder zwei Seiten. Das verrät manchmal mehr als der Klappentext und man merkt ob man den Schreibstil mag. Der Klappentext kommt dann erst an dritter Stelle. Bisher haben die Klappentexte eigentlich immmer gestimmt.
    Viele Grüße
    Sven

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  12. Hey Lilly,

    ich kann mich da nur anschließen, wenn ich gerade nicht durch eine Empfehlung von meinen Liebsten auf das Buch aufmerksam gemacht wurde und mich das Cover nicht anspricht, ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering, dass ich doch zum Buch greifen sollte.
    Aber ich finde das nicht schlimm, vielleicht stößt man doch irgendwann auf diese Geschichte, und falls nicht, gibt es genügend andere zu denen man greifen kann ;)

    Liebste Grüße <3 Jill

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  13. Hallo Lilly,
    von Covern lasse ich mich auf jeden Fall beeinflussen. Zwar lese ich hauptsächlich Ebooks und habe dann gar nicht so viel von einem schönen Cover, aber zum Kauf verleitet es mich dann manchmal doch.

    Ganz im Gegensatz zum Klappentext, den lese ich am liebsten gar nicht. Dass er falsch ist, ist mir noch nicht so oft passiert. Aber häufig wird dabei schon so viel über die Handlung verraten, was ich gar nicht wissen möchte. Da lese ich dann lieber die Rezension auf einem Blog, von dem ich weiß, dass nicth zu viel gespoilert wird.

    Liebe Grüße,
    Krissi
    #litnetzwerk

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  14. Hey Lilly,
    genau wie bei dir, entscheidet bei mir auch das Cover, ob ich ein Buch in die Hand nehme oder nicht. Das ist wirklich ein entscheidendes Element beim Bücherkauf. Gerade bei Selfpublishern wird darauf leider kein so großer Wert gelegt, wodurch viele Bücher bei mir durchrutschen. Wenn die Autoren mit Leseproben und ohne Cover auf mich zukommen, sind aber immer wieder echte Schätze dabei.
    Dass ein Klappentext gar nicht zum Buch gepasst hat, ist mir bisher noch nicht passiert. Ab und zu ist der Text auf dem Buchrücken aber absolut nichtssagend und der Verlag packt einen Klappentext auf eine der ersten Seiten. Das nervt mich dann schon ein wenig.

    Gruß
    Sascha

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