Neuntöter - Ule Hansen

28 Januar 2017


In Berlin am Potsdamer Platz werden drei Leichen gefunden. In Panzertape gewickelt hängen sie in einem Baugerüst, versteckt vor der Öffentlichkeit. Der Fall landet bei Emma Carow. Emma ist nicht nur intelligent, sondern durch eine Vergewaltigung traumatisiert. Und dann wird ihr Peiniger auch noch aus dem Gefängnis entlassen.

Mit Neugier auf die Story habe ich mir den Debutroman des Autorenduos gekauft und zu lesen begonnen. Die Idee hinter der Story ist wirklich gut, aber die Umsetzung kam bei mir einfach nicht an. Das lag auch sehr an dem Schreibstil, der mir nicht zugesagt hat.
Weniges ist neu, an dieser Geschichte. Eine gepeinigte Protagonistin, die sich ihrer Vergangenheit stellen muss. Ein Gegenspieler, der ihr den Job streitig machen möchte. Neugierig hat mich die inzenierung der Leichen gemacht. Eingewichelt in Panzertape und wie Mumien drappiert. Ich wollte einfach wissen, was dahinter steckte.

Ich bin mir nicht sicher, ob eine gute Story einen schlechten Schreibstil retten kann. Irgendwie schon, wenn es nach mir geht. Doch hier war das nicht der Fall. Kennst du das, wenn du sehr schnell vergessen hast, was du gerade noch gelesen hast? So erging es mir bei Neuntöter. Der Stil kam mir ziemlich hektisch vor, so als ob man das Buch schnell lesen müsste.
Besonders die kurzen Sätze haben es mir schwergetan. Sätze die weniger als 3 Wörter haben und hintereinander kommen, haben mir dieses Buch doch ziemlich zunichte gemacht.



Mit der Hauptprotagonisten Emma wurde ich einfach nicht warm. Sie hatte zwar ihren eigenen Kopf, mit dem sie immer durch die Wand wollte, aber mir war sie trotz allem sehr unsymphatisch. Mir hat auch das genannte Trauma gefehlt. Die Angst vor Menschen stand ebenfalls in ihrer Beschreibung und genau das hat mir gefehlt. Trotz besagter Angst, mischte sie sich unter Menschen, nahm sich dem Fall an. Bei einem Vergewaltigungsopfer mit einem nachgehenden Trauma würde ich mir andere Charakterzüge vorstellen.



Wie man an meiner Rezension lesen kann, hat mir Neuntöter nicht sehr gut gefallen. Die Idee war ansprechend, doch der Schreibstil hat es mir sehr schwer getan. Auch ein Teil der Umsetzung dieser Idee hat mir nicht gefallen.
Ich fand es sehr schade, da ich mir sicher bin, das Potenzial da war. Nur nicht richtig ausgeschöpft.




1 Kommentar:

  1. Huhu,
    Ich kenne das Buch nicht und werde es höchstwahrscheinlich auch nicht lesen :) diese kurzen, abgehackten Sätze gefallen mir auch gar nicht und ich kann verstehen das dich das gestört hat.
    Ich hoffe dein nächstes Buch ist wieder besser !
    LG Sonja

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